Wenn man so viele neue Anregungen erhält, kann man schon mal etwas vergessen. Also hier nun die Ergänzungen zu meinem Bericht.
Zum Thema Essen:
wer bisher bei meinem Bericht das Thema Sushi vermisst hat, hat völlig recht. Das lag daran, dass ich bisher keine Erfahrungen mit Sushi hatte. Nun kann ich gleich von zwei verschiedenen Erfahrungen berichten. Meine erste Begnung war ein Kaiten-Sushi, Kaiten bedeutet soviel wie “rund herum” und das beschreibt es sehr gut. In unserem Fall bedeutete dies, dass das Sushi auf kleinen Booten auf einem Kanal durch das Restaurant fuhr. Immer wenn etwas Leckeres vorbei geschwommen kommt, nimmt man es herunter und geniesst. Da es ein Familienrestaurant war, konnte man auf dem Reis auch kleine Würstchen finden oder aus den Algenblättern wurden Maisnester geformt. Denn auch in Japan mögen die wenigsten Kinder Fisch.
Als ein Sushi-Kenner vom Kaiten-Sushi erfuhr, meinte er, man könne mich so nicht nach Hause fahren lassen und führte mich am nächsten Abend in eine Sushibar. Dieses Sushi unterschied sich in der Tat vom Kaiten-Sushi. Die Fischstücke waren richtig groß und ich habe einen Thunfisch gegessen, der wie Butter auf der Zunge zerging. Der dünn gehobelte Ingwer gab dem Ganzen eine besondere Note. Die Qualität war auch eine andere (und der Preis wohl auch). Ich konnte die Vorbehalte gegen das Kaiten-Sushi verstehen, aber in Punkto Auswahl und Spaßfaktor hat es die Nase vorn.
zum Thema Sehenswürdigkeiten:
Mein Gastgeber hat mich zum Taiko (Trommel) Matsuri (Festival) - dem traditionellen Trommelfest nach Niihama geführt. Das Niihama Taiko Matsuri hat jährlich um die 350 000 Besuchern. Die Taikodai sind sänftenartige Festwagen – prächtig geschmückt - in denen eine riesige Trommel (O-Daiko) versteckt ist. Taikodai finden ihre erste Erwähnung bereits 1826 als “Mikoshi Taiko” (“Sänftenschrein-Trommel”). Erst später etabliert sich die Bezeichnung Taikodai, was soviel bedeutet wie “Trommel-Podest”. Die Sänften sind ein paar Meter hoch, haben jeweils ein Gewicht von 2.5 Tonnen und werden von etwa 150 Menschen getragen und umher gewirbelt. Im Inneren der Taikodai schlagen zwei bis vier Personen die O-daiko und außen sind vier Männer damit beschäftigt, mit zeitgleichen Kommandos die Träger so zu instruieren, dass die Sänfte in Waage gehalten wird. Das klappt aber nicht immer, es sind auch schon Sänften umgekippt. Auf jeden Fall sieht es gefährlich aus, was den Reiz erhöht. Über 30 Taikodai nehmen an diesem Festival teil, das als das prächtigste und größte gilt.
An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal die Gelegenheit nutzen und meinen Gastgebern für die freundliche Aufnahme und tolle Unterstützung danken.
Domo arigato Klaus-san, domo arigato Junko-san, ja mata.
Sind Sie daran interessiert Ihr Geschaeft nach Japan zu erweitern?
http://gooluxsuccessjapan.ning.com/profiles/blogs/geschaeftsaufbau-in-japan

